WJ-Interview
Katja Gähner
Fünf Fragen an Katja Gähner, stellvertretende Leiterin des Arbeitskreises Exitenzgründung und -sicherung
Du bist seit 2005 bei den WJ? Was hat dich dazu bewegt?
Ich arbeite seit fast 18 Jahren bei der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG. Im Jahre 2005 habe ich meinen Einsatzort von Schwerte nach Bochum gewechselt, 2007 zog der Wohnsitz nach. Als Beraterin für Geschäftskunden fand ich mit den Wirtschaftjunioren schnell gute Kontakte für meine Arbeit. Gleichzeitig habe ich durch das Netzwerk auch Freunde gewonnen -das Einleben in dieser neuen Stadt fiel mir dadurch sehr leicht.
Wieso waren die WJ für Dich die richtige Wahl und nicht eines der anderen Netzwerke? Was hat es dir gebracht?
Der offene und gradlinige Austausch von Erfahrungen und Tipps hat mich sofort davon überzeugt, dass die Wirtschaftsjunioren ein sehr engagiertes Netzwerk sind, bei dem die Jungunternehmer immer im Mittelpunkt stehen.
Die Herausforderungen für junge Unternehmer und Gründer sind in vielen Dingen gleich gelagert - von der Geschäftsidee-Präsentation über Forderungsmanagement, Personalgespräche, Marketingmaßnahmen, und und und. Bei den WJ findet sich immer ein Ansprechpartner oder ein Gesprächskreis, in dem sich auf kurzem Wege Antworten auf diese Herausforderungen finden - kurz, praxisnah und oft viel direkter als ein vielleicht langer Weg über eine Unternehmensberatung.
Deshalb gehört es für mich auch dazu, auch meinen Existenzgründerkunden in der Bank dieses Netzwerk vorzustellen. Mir ist es sehr wichtig, dass die Gründer ihre Kräfte ganz auf die Geschäftsidee konzentrieren können. Mit den WJ besteht eine gute Chance, die oft hinderlichen Nebenbaustellen effektiv gelöst zu bekommen.
Auch lege ich jedem Gründer unseren "Rütteltest" ans Herz. Dort bekommt er die Möglichkeit, sich und seine Idee in 15 Minuten zu präsentieren. Das folgende Feedback der WJ hilft einem Gründer sehr, seine Stärken und Schwächen zu erkennen. Oft gibt es neue Impulse zur Unternehmensstrategie - einzig schon aus der Unvoreingenommenheit und den unterschiedlichen Perspektiven der teilnehmenden WJs. Der Gründer erlebt hierbei auch, ob er seine gute Geschäftsidee auch gut verkaufen kann - quasi als Testlauf vor dem ersten Ernstfall.
Für mich persönlich ist es darüber hinaus wichtig, mich mit anderen Unternehmern auszutauschen, um Stimmungen in den verschiednenen Branchen aufzunehmen. Selbstverständlich beobachten die Banken die Realmärkte und auch hausintern diskutieren wir über aktuelle Entwicklungen und neue Tendenzen. Für jedes Unternehmen ist jedoch die individuelle Situation entscheidend - und die erfährt man immer nur im direkten Dialog.
Wofür stehen Deiner Meinung nach die WJ?
Zum einen stehen die WJ natürlich für die Nachwuchsgeneration der Wirtschaft. Die Besonderheit der Wirtschaftsjunioren liegt meines Erachtens darin, dass der Netzwerkgedanke besonders gelebt wird.
Absolut im Vordergrund steht ein intensiver Austausch über das Thema Selbständigkeit und Weiterentwicklung über viele Aktionen für die Junioren selbst wie z.B. Gesprächskreise, Seminare und Stammtische. Diese werden für Erfahrungsaustausch und Problemlösungen intensiv genutzt. Firmenbesichtigungen und damit einhergehend ein Erfahrungsaustausch mit "alten Hasen" geben ebenso spannende Einblicke in das Wirtschaftsleben.
Darüber hinaus diskutieren die WJ gern über aktuelle Wirtschaftsgeschehen mit Politikern und Wirtschaftsgrößen und vertreten so den Standpunkt der jungen Unternehmer.
Als weiteren Baustein sind die WJ Bindeglied zwischen Jugend und Wirtschaft. Durch das Engagement an den Schulen - Dialogrunden mit Schülern, und Eltern - wecken die WJ bei den Jugendlichen das Interesse für Wirtschaft. Schüler werden z.B. durch Bewerbungstrainings mit den WJs auf das Wirtschaftsleben vorbereitet - ein aus meiner Sicht sträflich vernachlässigter Bildungsauftrag.
Warum bist Du in den Vorstand der WJ gegangen?
Für mich ist der Arbeitskreis Existenzgründung und -sicherung der Wirtschaftsjunioren unglaublich vielseitig und spannend. Auch meinen Gründerkunden kann er viel bieten. Daher habe ich mich dazu entschlossen über die Vorstandsarbeit den Inhalt dieses Kreises mitzugestalten.
Was war Dein schönstes Erlebnis bei den WJ?
Mein schönstes Erlebnis bei den WJ könnte ich kaum benennen. Es ist das Miteinander und die Chance, immer wieder seine eigenen Horizonte zu verschieben, was dieses Netzwerk ausmacht.

Katja Gähner (Foto: Gähner)
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